Future of Retail

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Ganzheitlich denken – Logistikkosten senken

Neue Wege führen zum Ziel

09.01.2017

Der Kunde ist König! Er bestimmt, was wann, wo und in welcher Stückzahl vorrätig zu sein hat. Dieser Leitsatz gilt nach wie vor und insbesondere für den Einzelhandel. Traditionell geringe Margen, die enorme Dichte stationärer Filialen in Deutschland und das stetige Wachstum des e-Commerce-Geschäfts verschärfen den Kampf um jeden einzelnen Kunden. Doch Wettbewerb und komplexe Abläufe bieten auch Chancen. Moderne, ganzheitliche Supply Chain Management Strukturen steigern die Effektivität im Offline-Handel und neue Lieferkonzepte zeigen Lösungen für das Online-Geschäft – immer im Fokus: der Uptrade für den Kunden.

Optimiertes Store-Management im Offline-Handel

Eine aktuelle Studie von EHI Retail Institute, The Boston Consulting Group und der KU Eichstätt-Ingolstadt zeigt, dass Lebensmittelhändler durchschnittlich 8,5 Prozent des Nettoumsatzes für die eigene Logistik ausgeben. Dabei nehmen mit 3,4 Prozent die Filiallogistikkosten den größten Teil ein. Zu den 8,5 Prozent Logistikkosten kommen noch einmal rund 1,6 Prozent hinzu, die durch Überbestände und Warenverluste entstehen. Vereinfacht gesagt fließen also knapp 10 Cent jedes eingenommen Euros sofort wieder in das Supply Chain Management. Hier sehen Experten großes Steuerungspotenzial. Sie plädieren für eine ganzheitliche Perspektive, die sämtliche Stufen der Lieferkette umfasst und quasi von den Hochregalen der Hersteller zu den Regalen der Supermärkte denkt. Investitionen in Infrastruktur und die Zentrallogistik sind daher wichtig, doch als direkte Schnittstelle zwischen Produkt und Kunde nehmen die stationären Filialen eine zentrale Rolle im Optimierungsprozess ein. Nur sie erhalten unmittelbar Rückmeldung auf das Kaufverhalten der Kunden und können entsprechende Strukturverbesserungen anstoßen. Im Wissen über die Verbraucher werden sich letztlich gute von sehr guten Einzelhändlern unterscheiden. Softwarebasierte Systeme wie der Wanzl Store Manager mit denen sich sämtliche Prozesse des Filialmanagements steuern lassen, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Für den Filialleiter wird der Wanzl Store Manager zur Informations-, Kommunikations- und Schaltzentrale. Vom Einkaufswagen, über Eingangsanlagen, Kühlgeräte und Regalsystem, bis hin zur Lichtführung – der gesamte Markt wird smart und sammelt Daten. Diese laufen auf einer Plattform zusammen, werden in Echtzeit auf einem Smart Device (Smartphone, Tablet, etc.) dargestellt und in standardisierten oder frei wählbaren Reportings ausgewertet. Dadurch erhält der Händler exakte Informationen zur Kundenfrequenz, weiß bestens über Verkaufsschlager sowie Ladenhüter Bescheid und erfährt per sofortiger Visualisierung von Alarmmeldungen. So lassen sich Warenein- und ausgänge besser koordinieren und kontrollieren sowie benötigter Stauraum minimieren. Ebenso empfängt der Filialleiter Wartungsempfehlungen zu den Einrichtungsgegenständen. Das optimierte Store-Management spart also Kosten. Zudem bietet der Wanzl Store Manager weiteren Uptrade. Aufgrund der gesammelten Daten können die Wartezeiten der Kunden beim Check-Out deutlich verringert werden. Mit dem im Wanzl Store Manager integrierten Wanzl Check-Out Manager können bis zu 80 Kassen über das Netzwerk angesteuert und entsprechend besetzt werden. Nicht zuletzt unterstützt das System den wichtigsten Vorteil stationärer Händler gegenüber Online Pure-Playern – das Personal. Dank perfektionierter logistischer Abläufe in den Filialen können Mitarbeiter ihre Beratungsfunktion gegenüber Kunden wahrnehmen. PM_2_Infografik_BCG_Abb_21_Supply-Chain-Kosten (2)

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